Der Produzenten- und Importpreisindex (PPI) der Schweiz ist im September gegenüber dem Vormonat um 0,3 % gestiegen und steht bei 100,7 Punkten. Das geht aus der periodischen Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor, die am Donnerstag, 15. Oktober 2026, veröffentlicht wurde und über die die Agentur AWP auf Allnews berichtet. Im Jahresvergleich weist der Index allerdings einen Rückgang von 0,2 % aus.
Was den Anstieg antreibt
Laut den Statistikern des Bundes beruht der monatliche Anstieg hauptsächlich auf drei Produktgruppen: Mineralölprodukte, Computer sowie Automobile und Ersatzteile.
Die Erhebung, wie sie wiedergegeben wird, schlüsselt weder den bezifferten Beitrag jeder dieser Gruppen noch die Entwicklung der übrigen Produktkategorien auf. Auch das Basisjahr des Index wird nicht genannt. Auf dieser Grundlage lässt sich daher nicht sagen, in welchem Mass sich der Anstieg im September auf diese Positionen allein konzentriert.
Ein Monat im Plus, ein Jahr im Minus
Die beiden veröffentlichten Zahlen messen nicht dasselbe. Die Veränderung gegenüber dem Vormonat (+0,3 %) beschreibt die Preisbewegung zwischen August und September. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr (−0,2 %) vergleicht den September mit dem gleichen Monat des Vorjahres: Über diesen Zeitraum liegen die Produzenten- und Importpreise leicht unter ihrem Niveau von vor einem Jahr.
Ein Anstieg in einem einzigen Monat reicht nicht aus, um einen Trend festzustellen. Die verfügbaren Daten erlauben keine Aussage darüber, ob sich die im September beobachtete Bewegung in den kommenden Monaten fortsetzen wird.
Ein Frühindikator, keine Prognose
Der PPI gilt als Frühindikator der Inflation: Er verfolgt die Preise auf den vorgelagerten Stufen, also auf der Produktions- und Importstufe, bevor sich allfällige Veränderungen auf die von den Konsumentinnen und Konsumenten bezahlten Preise auswirken – oder eben nicht. Der Index beschreibt, was geschehen ist; er stellt für sich genommen keine Inflationsprognose dar.
Was diese Erhebung für die Konsumentenpreise und für die Geldpolitik erwarten lässt, ist daher Sache der Interpretation. Weder das BFS, soweit über seine Veröffentlichung berichtet wird, noch die Agenturmeldung machen dazu eine Prognose. Ein monatlicher Anstieg der vorgelagerten Preise kann auf künftigen Druck auf die nachgelagerten Preise hindeuten, doch der Rückgang im Jahresvergleich mahnt bei der Lektüre dieser einzelnen Zahl zur Vorsicht. Die nächsten Veröffentlichungen des BFS werden zeigen, ob der September einen Richtungswechsel oder eine vorübergehende Bewegung markiert.
Quellen
- Allnews (AWP): «Prix à la production et à l’importation en hausse en septembre»




