Bisher verkaufte FoodFor Labs seine funktionalen Shots fast ausschliesslich über den eigenen Onlineshop. Nun steigt das Zürcher Startup in den stationären Detailhandel ein, und zwar in Deutschland: Laut Startupticker.ch werden seine Produkte von der Drogeriekette Budni gelistet und sollen in mehr als 200 Filialen des Detailhändlers EDEKA erhältlich sein.

Online entstandene Shots

FoodFor Labs kombiniert Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Pflanzenextrakte in Getränken im Shot-Format. Das Startup stützt sich laut Startupticker.ch auf die Arbeiten seiner Mitgründerin Teresa Cramer, einer Neurowissenschaftlerin. Im Dezember 2024 wurden vier Rezepturen lanciert: Sie werden als aktivierend, als Unterstützung der Abendroutine oder des inneren Gleichgewichts beschrieben.

Seit dieser Lancierung lief der Verkauf fast ausschliesslich über die Website der Marke, mit einer Kundschaft im deutschsprachigen Raum (DACH) und in Liechtenstein. «Wir verzeichnen eine gute Wiederkaufsrate von 40 Prozent», sagt Mitgründerin Franziska Kuenburg, zitiert von Startupticker.ch. Ebenfalls laut dieser Quelle hat das Startup in seinem zweiten Jahr auf dem Markt Absatz und Umsatz deutlich gesteigert, sodass es bereits im Mai den Umsatz des Vorjahres übertraf. Die Beträge werden nicht genannt. Anfang Herbst führten ein starkes Wachstum und eine etwas längere Produktionszeit sogar kurzzeitig dazu, dass die Produkte ausverkauft waren.

Erst Budni, dann EDEKA: der Schritt in den Detailhandel in zwei Etappen

Erster Partner ist Budni, eine Drogeriekette aus Norddeutschland mit rund 170 Filialen. Laut Startupticker.ch sollen die Shots dort ab der Woche nach der Ankündigung in allen Geschäften erhältlich sein. Die Vereinbarung ging aus einem Test hervor: «Wir konnten dort im Juni einen Test mit einer Displayaktion durchführen, und die Verkäufe waren so stark, dass Budni unsere Produkte dauerhaft ins Sortiment aufnehmen wollte», erzählt Franziska Kuenburg.

Einige Wochen später sollen die Getränke in mehr als 200 Filialen von EDEKA erscheinen, einer Supermarktkette mit insgesamt mehr als 5600 Verkaufsstellen. Diesmal machte der Detailhändler den ersten Schritt. «Die Kette hat uns kontaktiert und gefragt, ob wir unsere Produkte in ihrem StartHub präsentieren möchten», erklärt die Mitgründerin. Wie es weitergeht, hängt von jedem einzelnen Geschäft ab: Die dezentral organisierten EDEKA-Filialen entscheiden selbst, ob sie das Getränk in ihr Sortiment aufnehmen.

Was der Einstieg in die Läden verändert

Für eine junge Marke, die an den Direktverkauf gewöhnt ist, verändert der Schritt in den Detailhandel vor allem Logistik und Produktion. FoodFor Labs hat laut Startupticker.ch seine bisher grösste Produktionscharge lanciert, rund 200 000 Shots, die sowohl die Onlinekundschaft als auch die deutschen Filialen bedienen sollen. Das Startup gibt zudem an, sein Marketing für diesen Start im Massenmarkt verstärkt zu haben.

Der Zeitpunkt spielt der Marke in die Hände. Sie profitiert derzeit von der Sichtbarkeit ihres Auftritts in der Sendung «Höhle der Löwen» in Deutschland, auch wenn der Deal mit Investor Maschmeyer letztlich nicht zustande kam. Es handelt sich also nicht um eine Finanzierungsrunde: Die Ankündigung betrifft Vertriebsvereinbarungen. «Der Traffic auf unserer Website übertrifft unsere Erwartungen. Zum Glück hatten wir uns logistisch und informatisch bestmöglich vorbereitet», hält Franziska Kuenburg fest.

Bleibt ein Punkt, den die Quelle hervorhebt: Dieser erste Einstieg in den Ladenverkauf erfolgt nicht in der Schweiz, sondern in Deutschland. Startupticker.ch präzisiert nicht, ob eine Listung im Schweizer Detailhandel geplant ist. Zum Gründungsteam gehören Franziska Kuenburg, Raphael Taxis und Teresa Cramer.

Quellen